Grundversorgung in Gefahr

Veröffentlicht am 03.09.2020 in Kommunalpolitik

Seit langer Zeit streiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Krankenhauses für ihr gutes Recht nach einem Tarifvertrag und für eine bessere Personalausstattung. Folgerichtig haben sie in der vergangenen Zeit immer wieder ihre Arbeit niedergelegt. So sollte ihr Anliegen aber auch die aktuellen Sorgen und Probleme nach Aussen sichtbar gemacht werden. Die Seesener SPD unterstützt die Anliegen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und solidarisiert sich ausdrücklich mit den Beschäftigten und der Gewerkschaft in diesem schweren Arbeitskampf. Als Sozialdemokratische Partei Deutschlands stehen wir an der Seite der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn es darum geht die Pflege aufzuwerten, das Lohndumping zu stoppen und „fairnünftige“ Tarifverträge zu verhandeln.

Für eine menschenwürdige Pflege, Versorgung und Betreuung braucht es ausreichendes und motiviertes Personal, so Ortsvereinsvorsitzender Patrick Kriener. Es müssen Arbeitsbedingungen geschaffen werden, die es erlauben den Menschen wieder zu fokussieren.

Die tägliche Arbeit verdient Wertschätzung, Anerkennung und Respekt. Diesen Respekt zeigt man nicht nur im Umgang miteinander, in der Zusammenarbeit zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat, sondern auch ganz direkt mit einer angemessenen tariflichen Vergütung, ergänzt Markus Franke von der Seesener SPD und fordert erneut, dass die Entscheidungsträger im Asklepios-Konzern an den Verhandlungstisch zurückkehren und dort zukunftsträchtige Entscheidung für den Standort Seesen, das Personal der Asklepios Kliniken Schildautal und den Konzern treffen.

Für die Bürgerinnen und Bürgern in Seesen muss die Kommunalpolitik vor allem die Grundversorgung in Seesen im Auge behalten. Bei den aktuellen Spitzfindigkeiten des Konzerns, nämlich die Ausgliederung der Reha-Abteilung in eine eigenständige GmbH, laufen wir Gefahr, dass unser Krankenhaus sukzessive abgebaut wird, so Kriener weiter. Mit diesem Schritt will die Geschäftsführung erreichen, dass die Beschäftigten unterschiedlich entlohnt werden. Auch steht die Rentabilität von Akutklinik und Reha-Abteilung auf dem Prüfstand.

Für Markus Franke, stellv. Ortsvereinsvorsitzenden steht fest, dass mit diesen Neuerungen die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Gefahr ist. Nachdem bereits die Dialysestation ihr Aus erklärt hat, laufen wir unter Umständen Gefahr eine deutschlandweit renommierte Fachabteilung zu verlieren. Den guten Ruf, welchen sich die Asklepios Kliniken Schildautal in Jahrzehnten aufgebaut haben, haben sie seiner Ansicht nach bereits verloren.

Die Seesener SPD steht zu allen Beschäftigten in unserer Seesener Klinik und solidarisiert sich nochmals ausdrücklich mit ihnen. Wir werden bei weiteren Aktionen und Arbeitsniederlegungen unsere Mitglieder auffordern, ihre Solidarität mit Anwesenheit zu bekunden, so Patrick Kriener abschließend.

 
 

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